27.04.2011   Kategorie: Ärzte News  

Was passiert bei einer neuen Hüfte?

Zu einer der häufigsten Erkrankungen zählt das Hüftleiden. In Deutschland gehört die künstliche Gelenksoperation zu einer der häufigsten. Erwachsene erkranken sehr oft an einer (Coxarthrose), auch Hüftgelenksverschleiß genannt. Hier kommt es zu einer degenerativen Erkrankung des Hüftgelenkes, indem dann der Kopf und die Pfanne des Gelenkes abgenutzt sind. Kleine Bewegungen an der Hüfte oder auch das Auftreten auf das Bein sind sehr schmerzhaft und erfordern eine ärztliche Behandlung. Diese Erkrankung findet jedoch meistens bei Patienten zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr statt. Diese Schmerzen können sich sogar bis in das Kniegelenk ziehen.

Aber auch Kinder oder Jugendliche können schon an Hüftgelenkserkrankungen erkranken. Dieses geschieht in der Regel durch Fehlstellungen der Hüfte oder auch entzündliche Prozesse sowie eine Stoffwechselerkrankung. Bei Kindern kann jedoch eine Heilung durch das Tragen eines Gipskorsetts beitragen. Entscheidung zur Diagnose ist ein Besuch eines Orthopäden. Dieser wird nach einer gründlichen Untersuchung, sowie Erstellung eines Röntgenbildes eine genaue Diagnose Stellen könne. Bei einer schweren Erkrankung des Hüftgelenkes ist es auch möglich, dass Hüftkopf total zerstört wird.Eine Operation ist deshalb in jedem Fall anzuraten. Hier wird dann dem Patienten ein neues Hüftgelenk eingesetzt.

Diese Operation kann, wie jede andere auch, natürlich Komplikationen aufwerfen. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Operation wird dann durch ein Röntgenbild festgestellt, ob alles wieder in Ordnung ist. Ebenso sind danach spezielle Lagerungen des Patienten sowie eine 24-Stunden-Betreuung mit ständiger Kreislaufüberwachung wichtig. Am zweiten Tag nach der Op werden dann schon unter Aufsicht einer Physiotherapeutin die ersten Gehversuche unternommen. Sollte dann schnell alles verheilt sein, kommt der Patient in eine spezielle Reha Klinik, wo er dann wieder vollständig geheilt wird.

Eine Nachuntersuchung findet in der Regel nach drei Monaten statt. Hierbei wird das Operationsfeld sowie das Ergebnis der Rehamaßnahmen kontrolliert. Immer häufiger stellen dann auch die Patienten die frage nach den sportlichen Aktivitäten. Sollten alle gesundheitlichen Aspekte normal verlaufen sein, steht einer sportlichen Betätigung nichts mehr im Wege.

Das schlimmste was Patienten tun können ist sich nach der OP auf einen Relaxsessel zurückzuziehen und die Hüfte ruhen zu lassen, da während der OP auch Muskeln und Bänder der Hüfte mit verletzt werden, müssen diese gezielt gefordert und gefördert werden. Besonders sind in diesem Fall Schwimmen, Wandern, Gymnastik, sowie auch Radfahren geeignet. Diese Aktivitäten sollten sich jedoch am Anfang in Maßen halten. Jeden Tag sollte dann etwas mehr geübt werden. Unbedingt meiden sollten diese Patienten jedoch sportliche Aktivitäten, wie Ballsport, Sprungdisziplin oder auch Golf spiele.

Bevor jedoch, egal welche Sportart auch für jeden Einzelnen in Betracht kommt, auf alle Fälle erst einmal den behandelnden Arzt fragen.

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