25.03.2011   Kategorie: Ärzte News  

Volkskrankheit Fehlsichtigkeit

Fehlsichtigkeiten werden ugangssprachlich auch Sehfehler genannt. Sie sind Formveränderungen des Auges, die dazu führen, unscharf zu sehen oder überhaupt schlecht zu sehen, so dass man auf Hilfsmittel angewiesen ist. Hilfsmittel sind zum Beispiel Brillen und Kontaktlinsen oder auch operative Eingriffe.

Die gängigsten Fehlsichtigkeiten sind:

1. Kurzsichtigkeit = MYOPIE
Bei der Kurzsichtigkeit liegt das Problem bei dem Betroffenen an ein zu langes Auge, das heißt das die Netzhaut zu weit hinten liegt. Aufgrund dessen liegt der Brennpunkt vor der Netzhaut. Auf der Netzhaut ist das Bild jedoch unscharf. Diese kurzsichtigen Leute können in der Ferne nicht scharf sehen. Der Ausdruck Kurzsichtigkeit kommt daher, weil der Betroffene nur auf kurze Entfernung alles klar und deutlich sieht. In der Ferne ist alles nur schwer zu erkennen, da es unschärfer wird.
Sollten sie an MYOPIE leiden, so brauchen Sie eine Korrektur, bzw. eine Brille. Oft stellt sich ein Problem der Sehstärke bei einem Sehtest oder vor einer Fahrprüfung raus.  Im Führerschein wird diese Beeinträchtigung dann notiert, da es beim Fahren sehr wichtig ist, richtig zu sehen.

Das Risiko, dass sich die Netzhaut ablösen kann, ist besonders bei kurzsichtigen Menschen erhöht. Bei mehr als 2 Dioptrien sollten Sie alle 2 Jahre zu einer Untersuchung der Netzhaut gehen. Ursachen der Kurzsichtigkeit und deren Verschlechterung sind heute noch nicht bekannt. Wichtig ist jedoch, die Kurzsichtigkeit nicht zu unterschätzen.

2. Weitsichtigkeit = HYPEROPIE
Bei weitsichtigen Menschen ist das Ganze umgekehrt. Sie haben ein zu kurzes Auge. Das aus der Ferne gespiegelte Bild im Auge ist hinter der Netzhaut scharf. Bei der Weitsichtigkeit existiert daher nur das “bessere” Sehen. Wenn ein Weitsichtiger den Ziliarmuskel anstrengt, sieht er auch in der Nähe gut. Die Betroffenen wissen oft gar nichts von ihrem Sehfehler, sondern klagen nur über Kopfschmerzen.

Der Weitsichtige braucht auf jeden Fall eine Lesebrille. Bei vielen Kindern die weitsichtig sind, verschwindet die Weitsichtigkeit mit dem älter werden von alleine. Ob Brillen bei Kindern ein “muß” sind, muss vom jeweiligen Arzt bestimmt werden.

3. Stabsichtigkeit = Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)
Die Stabsichtigkeit ist, wenn das Auge verformt ist. Dies führt dazu, dass derjenige einen Punkt wie einen Strich sieht. Nicht das ganze Auge, sondern vor allem die Hornhaut ist oval verbogen. Dadurch kommt es zu einer Verzerrung. Ein Ausgleich der Stabsichtigkeit, kann die Brille gewährleisten. Nur durch die Brille ist man in der Lage wieder schärfer zu sehen. In 50% der Fälle ist die Stabsichtigkeit erblich bedingt. Mit der Stabsichtigkeit sieht man nicht nur in der Nähe, sondern auch in der Ferne schlecht.

Foto: mihow | sxc.hu