22.08.2010   Kategorie: Fachärzte  

Sportmediziner

Gerade im Bereich Sport kann es oft zu schweren Verletzungen kommen. Risse von Bändern, Überdehnungen und Brüche sind keine Seltenheit und so ist es auch kein Wunder, dass es auch in der Medizin einen Teilbereich gibt, welcher sich speziell um diese Sportverletzungen kümmert. Sportmediziner arbeiten sowohl in Klinken und eigenen Praxen, als auch bei Vereinen. Hier achten sie genau auf den körperlichen Zustand der Sportler und sind Ansprechpartner bei möglichen Unfällen und Verletzungen, welche mit dem Sport zusammenhängen.

Die Medizin an sich ist in viele Teilgebiete gespalten und so haben die meisten Ärzte einen gewissen Bereich studiert, welchen sie ausüben. Ohne Frage kann man sagen, dass die Sportmedizin sehr vielfältig ist und hier die unterschiedlichsten Aufgaben anfallen können. Somit ist man als Arzt immer mit neuen Problemen konfrontiert und muss den Körper und den Aufbau der einzelnen Gliedmaßen ganz genau kennen. Nur soll erkennt man sofort eine mögliche Gefahr und weiß wie zu handeln ist.

Zu den Aufgabengebieten zählt damit die Vorsorge, Behandlung und Nachsorge. Vor einem Training wird zum Beispiel mit speziellen Bandagen gearbeitet und darauf geachtet, dass die Muskeln warm sind um nicht überdehnt zu werden. Wegen der hohen Verletzungsgefahr kommt es leider oft zu Unfällen, welche nicht einfach in kurzer Zeit behandelt werden können, sondern es eine lange Zeit braucht um den Körper wieder zu regenerieren. Auch hier greift der Sportmediziner ein und kümmert sich darum, dass die Behandlungszeit so schonend wie möglich abläuft. Wie oben erwähnt arbeiten viele Sportmediziner auch in Kliniken und Kurgebieten. Gerade hier geht es mehr darum, dass Muskeln wieder aufgebaut werden und die Sportler nach und nach wieder ihre Leistung steigern können. Auch hier haben Sportmediziner die Aufgabe die Behandlung zu überwachen und oft geben sie auch spezielle Kurse für den langsamen Muskelaufbau und verschreiben Massagen bzw. führen diese auch selber regelmäßig durch. So sorgen sie Schritt für Schritt dafür, dass die Sportverletzung abheilen kann und die betroffenen Körperstellen wirklich vollkommen regeneriert sind. Nur so können Sportler wieder ohne Probleme in ihr laufendes Training einsteigen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit des Sportmediziners ist die Betreuung von Spitzensportlern. Hier gilt es die Sportler, die von ihren Trainern auf den Punkt auftrainiert werden gesundheitlich zu überwachen und wenn nötig zu behandeln. Einige große Stiftungen und Förderungen wie die Euroweb Sportförderung beschäftigt hierzu eigene Mediziner um das Wohlergehen ihrer Spitzensportler zu gewährleisten.

Wenn man sich dafür entscheiden sollte als Sportmediziner zu arbeiten, dann ist auch hier ein Medizinstudium die erste Voraussetzung für einen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Nach dem Studium gibt es diverse Weiterbildungen, in welchen man sich zu einem Sportmediziner ausbilden lassen kann und so selber festlegt, wo man die Schwerpunkte der Ausbildung setzt. Nach der Ausbildung kann man sich dann wie oben erwähnt selbstständig machen, oder aber in einem Krankenhaus eingesetzt werden. Schon während des Studiums empfiehlt es sich möglichst viele Praxiserfahrungen zu sammeln.

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