26.05.2010   Kategorie: Fachärzte  

Radiologe

Radiologe

Nach entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahre 1885 durch Wilhelm Conrad Röntgen, entwickelte sich eine Fachrichtung der Medizin, die bis Heute eine der wichtigsten Teilbereiche der modernen Gesundheitslehre darstellt.

Die “Radiologie”, der Arbeitsbereich des Radiologen.

Das Aufgabengebiet des Radiologen lässt sich grob in drei Gruppen zusammenfassen:

- Nuklearmedizin
- diagnostische Radiologie
- Strahlentherapie

Die Nuklearmedizin: Im standartgemäßen Verfahren der Nuklearmedizin werden radioaktive Arzneimittel (auch “Radiopharmakon” genannt) in den Körper eingebracht. Dadurch können die vom Körper freigegebenen Strahlen durch eine Kamera ermittelt und ausgewertet werden. Hierbei werden Stoffwechselvorgänge, die Durchblutung eines Organs, das Speicherverhalten und die Ausscheidung der Substanz sichbtar gemacht. Dieses Verfahren wird auch “In-vivo”-Verfahren genannt und wird verwendet um z.B. verborgene Metastasen (bösartige Tumore) zu entdecken.

Die diagnostische Radiologie

konventionelles Röntgen
Beim “konventionellem Röntgen” wird der Körper des Patienten oder ein Teil desselben aus einer Richtung mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. Auf der Gegenseite wird die Strahlung mit geeigneten Materialien registriert und in ein Bild umgewandelt.

Röntgen-Computertomografie
Die “Röntgen-Computertomografie” kann im Gegensatz zum “konventionellem Röntgen” mit sehr hoher Detailauflösung Schnittbilder von knöchernen Strukturen, zum Beispiel des Innenohr´s erstellen. Nachteil: Der CT erzeugt eine Relativ hohe Strahlenbelastung durch potenziell schädlichen Röntgenstrahlen.

Magnetresonanztomografie
Die “Magnetresonanztomografie” basiert auf sehr starken Magnet- und Wechselfeldern. Durch diese werden Wasserstoffkerne oder Atome im Körper angeregt, schwache elektromagnetische Felder zu senden, die als Bild ausgewertet werden. Wie bei der “CT” sind sehr genaue Ergebnissemöglich. Die “Magnetresonanztomografie” nimmt im Vergleich zu anderen Verfahren viel Zeit in Anspruch und ist daher mit hohen Kosten verbunden.

Ultraschalluntersuchung
Die “Ultraschalluntersuchung” (Sonographie) ist das am häufigsten angewendete bildgebende Verfahren in der Medizin. Hier werden Schallwellen in den Körper gesendet die durch Körperteile zurückgeworfen und bildlich ausgewertet werden. Die “Ultraschalluntersuchung” ist ein für den Menschen schonendes und wiederholbares Verfahren. Nachteil: Nicht alle Gewebe und Areale sind zugänglich. Durch die “diagnostische Radiologie” ist es möglich, akute und chronische Krankheiten, wie zum Beispiel Knochenbrüche und Tuberkulose zu diagnostizieren.

Strahlentherapie
Die Strahlentherapie umfasst hauptsächlich die Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen (zum Beispiel: Prostatakrebs, Brustkrebs, Enddarmkrebs). Hiermit werden mittels ionisierenden Strahlen, bösartige Tumorzellen abgetötet indem Ihre DNA-Substanz zerstört wird. Die Aufgabe des Radiologen ist neben der Beurteilung der Bilder, die Injizierung der radioaktiven Substanz und die Planung des Therapieplans. Ohne den Radiologen ist es also nicht möglich, innere Verletzungen genaustens zu diagnostizieren, dies ist allerdings für eine einwandfreie Behandlung erforderlich. Deswegen ist der Radiologe ein unersetzliches Berufsbild in der heutigen Medizin!