13.02.2013   Kategorie: Ärzte News  

Pflegebetten – die Unterschiede

Wer vor der Überlegung steht ein Pflegebett zu kaufen, der muss sich Zeit nehmen und genau informieren. Über den Kauf eines Pflegebettes sollte man nachdenken, wenn ein Angehöriger große Schmerzen bei vielen Bewegungen hat, oder fast nur noch im Bett liegt. Eines gleich vorweg: Pflegebetten können heute auch optisch sehr gut aussehen und sind in modernen Designs verfügbar. Die Zeit, in denen man einem Bett dies sofort ansieht sind zum Glück vorbei.

Eine große Hilfe für viele sind die so genannten Bettgitter. Mit ihnen soll verhindert werden, dass der Pflegebedürftige aus dem Bett fällt. Oft sind sie auch recht praktisch, wenn sich der Patient auf die Seite dreht. Er fühlt sich dann sicher und kann sich auch noch fest halten. Bei sehr unruhigen Patienten lassen sie sich zum Eigenschutz des Betroffenen auch durch Decken oder ähnliches polstern. Die Bettgitter lassen sich jeweils an den Enden leicht öffnen und schließen, aber nicht von dem Patienten selber.

Des weiteren sollte das Bett elektronisch höhenverstellbar sein. Der älteren Generation fällt es oft schwer sich alleine in das Bett zu legen und vor allem wieder daraus aufzustehen. Dieses Problem wird dadurch behoben. Auch für die Pflegekräfte, ist es eine Erleichterung, da sie so rückenschonend arbeiten können. Ein weiterer wichtiger Punkt beim Kauf eines Pflegebettes ist die Matratze. Die Matratze sollte immer an den Patienten angepasst werden. Es gibt Wechseldruckmatratzen, die mit Luft gefüllt sind. Sie können individuell auf das Gewicht des Patienten eingestellt werden und verringern das Risiko von Druckstellen, bei Patienten die nur im Bett liegen enorm. Dadurch, dass sie mit Luft gefüllt werden, passen sie sich genau dem Körper an und geben auch schon bei den kleinsten Bewegungen nach. Um die Druckstellen zu vermeiden, gibt es auch spezielle Anti Dekubitus Matratzen, die aus vielen kleinen Schaumstoff Würfeln bestehen. Fast alle Pflegebetten haben einen so genannten Bett Galgen. Er reicht vom Kopfende bis etwa zur Mitte des Bettes. Dort kann man Infusionen festmachen, oder der Patient kann sich festhalten und so beim drehen oder lagern mithelfen.

Man darf nie vergessen, dass ein Pflegebett dem Patienten und der pflegenden Person das Leben so leicht wie möglich machen soll.

Die Preisspanne ist relativ groß. Von ein paar Hundert Euro bis zu weit über Tausend Euro. Je höher die Ausstattung umso teurer ist das Bett. Weitere Möglichkeiten sind es, dass Bett zu leihen oder ein gebrauchtes Pflegebett kaufen zu können. Es lohnt sich auch ein Gespräch mit der Krankenkasse, da die in manchen Fällen ein Teil oder auch alle Kosten übernehmen.