27.05.2011   Kategorie: Fachärzte  

Onkologe

Der Onkologe ist ein Facharzt, der sich mit der Diagnostik und Behandlung der unterschiedlichsten Krebserkrankungen befasst. Zur Diagnosestellung kann der Onkologe verschiedene Untersuchungsmethoden anwenden, in der Regel erfolgt nach der ausführlichen Anamnese eine Blutuntersuchung. Im Blut befinden sich so genannte Tumormarker, außerdem sind bei einer Krebserkrankung in der Regel mehrere Blutwerte stark verändert, wie zum Beispiel die Anzahl der weißen Blutkörperchen.

Zur weiteren Diagnostik kann dann noch die Untersuchung von anderen Körperflüssigkeiten, wie zum Beispiel Sputum oder Hirnflüssigkeit notwendig sein. Hinzu kommt in vielen Fällen noch der Einsatz von bildgebenden Verfahren, um zum Beispiel einen Hirntumor zu lokalisieren. Sollte der Onkologe einen Krebsverdacht haben, muss häufig etwas Gewebe von der betroffenen Stelle entnommen und mikroskopisch untersucht werden. Erst dann kann eindeutig geklärt werden, ob es sich um einen bösartigen oder gutartigen Tumor handelt und wie die Behandlung aussehen kann.

Abhängig vom Stadium der Erkrankung muss der Onkologe entscheiden, ob der Tumor operativ entfernt wird, oder ob man eher eine konservative Behandlung anstrebt. Fast alle Krebserkrankungen müssen mit einer Chemotherapie behandelt werden, auch nach erfolgreicher Operation folgt eine Chemotherapie um die restlichen entarteten Zellen im Körper zu vernichten. Die Chemotherapie wird oftmals direkt in der Praxis des Onkologen durchgeführt.

In einigen Fällen kann ein Tumor nicht operativ entfernt werden, dann muss eine Strahlenbehandlung eingeleitet werden, um das entartete Gewebe zu zerstören. Der Onkologe beschäftigt sich auch mit der Forschung über die möglichen Ursachen der Krebsentstehung und kann bei erblich stark vorbelasteten Familien auch Hilfe zur Prophylaxe geben. Onkologen haben häufig eine eigene Praxis, es gibt aber auch zahlreiche Internisten, die eine Zusatzausbildung zum Onkologen haben.