10.07.2012   Kategorie: Ärzte News  

Möglichkeiten zur Versorgung im Alter

Demographische Daten zeigen sehr eindrucksvoll, dass wir in Deutschland immer älter werden und immer mehr Ältere im Land leben. Damit stehen oft auch für Angehörige Fragen im Raum, wie man bei einer Pflegebedürftigkeit agieren soll. Wir haben die verschiedenen Möglichkeiten aufgelistet.

Wohnen in der eigenen Wohnung:

Das selbstständige Wohnen ist für viele Senioren oberste Priorität. Daher sollte die Wohnung altersgerecht ausgestattet sein. Wenn dies nicht realisierbar ist oder die Senioren viel Wert auf eine gleich gesinnte Gemeinschaft legen, bieten zum Beispiel viele Wohnbaugesellschaften Seniorenwohnungen an, in denen ein selbstständiges Leben in einer eigenen Wohnung möglich ist . Im Notfall besteht die Option, sich Hilfe über einen Hausnotruf zu ordern. Des Weiteren bieten viele Seniorenanlagen zahlreiche Kontakt-und Beschäftigungsangebote an.

Laiensystem:

Im Laiensystem werden die Senioren durch Familie, ehrenamtliche Helfer, Nachbarn oder Freunde unterstützt, sodass ein Leben in den eigenen vier Wänden durch eine gesicherte Versorgung möglich ist oder bleibt.

Freizeit und Kontakte:

Das Kontakt- und Freizeitangebot ist in den meisten Regionen sehr umfangreich. Die Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, dass die Lebenserwartungen steigend sind und immer mehr Senioren nach entsprechenden Freizeit-und Kontaktangeboten suchen. Die einzelnen Kommunen bieten vermehrt Seniorenausflüge, Seniorentreffs und Spielerunden an, sodass sich die Senioren in die Gesellschaft integriert fühlen und das Altern nicht nur mit Furcht, sondern auch mit Spaß und Freude angenommen werden kann.

Mobile Dienste:

Wenn der Bewegungsradius sehr eingeschränkt ist, besteht die Möglichkeit mobile Dienste in Anspruch zu nehmen. Dazu zählen; Fußpflege, Haarpflege, Hilfsmittelverleih, Essen auf Rädern und Transporte mit Begleitung zu Arztbesuchen.

Ambulant-medizinische Dienste:

Diese bieten die Möglichkeit von Ärzten, Logopäden, Psychologen oder Physiotherapeuten zuhause besucht zu werden.

Ambulante Pflegedienste:

Wird eine häusliche Pflege erforderlich, so ist eine Sozialstation aufzusuchen, die über die Formalien informiert und unterstützt. In allen Kommunen kann ein ambulanter Pflegedienst auf Wunsch und Bedarf die häusliche Pflege übernehmen. Mehr Informationen finden Sie beim Gesundheitsministerium

Krankenhaus:

Senioren können im Anschluss nach schwerwiegenden Erkrankungen oder Operationen auf einer geriatrischen Abteilung eines Krankenhauses versorgt werden, bis sich der Betreffende rehabilitiert hat und nach Hause zurückkehren kann. Wenn dies nicht mehr möglich ist, so wird mit Hilfe vom behandelnden Arzt und zuständigen Sozialarbeiter nach geeigneten Alternativen gesucht.

Teilstationäre Versorgung:

Wenn keine 24 Stunden-Pflege erforderlich ist und pflegende Angehörige eine Entlastung benötigen, so ist eine teilstationäre Versorgung in einer geriatrischen Tagesstätte möglich. Darüber hinaus besteht die Option, eine Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen.

Vollstationäre Versorgung:

Wenn die ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder von vorherein nicht infrage kommen, steht eine Heimunterbringung an, in denen eine 24-Stunden-Versorgung gewährleistet ist. Die Altenheime unterscheiden sich oftmals in Qualität und Quantität, sodass eine vorige Besichtigung zu empfehlen ist. Die Kosten können je nach finanzieller Situation und sozialen Status in Form von Pflegegeld vom Amt übernommen werden.
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