26.05.2010   Kategorie: Fachärzte  

HNO-Arzt

Um sich zum HNO-Arzt qualifizieren zu können, muss ein approbierter Arzt eine mehrjährige Weiterbildung absolvieren und schließlich die Prüfung zum Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde erfolgreich abschließen. Das Tätigkeitsgebiet des HNO-Arztes ist vielfältig und umfasst insbesondere die Ohren, die Nase, die Nasennebenhöhlen, die Mundhöhle, den Rachen und den Kehlkopf. Der HNO-Arzt befasst sich hierbei mit der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Funktionsstörungen der genannten Regionen des menschlichen Körpers. Zudem ist er für Stimm-, Sprach- und Hörstörungen zuständig.

Der Gang zum HNO-Arzt ist somit bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern und medizinischen Problemen angezeigt. Dennoch lassen sich einige typische Erkrankungen aufführen, die Patienten zum HNO-Arzt führen. Häufig behandelt der HNO-Arzt grippale Infekte, die oft von Viren ausgelöst und alltagssprachlich als “Erkältungen” beschrieben werden. Hierbei handelt es sich um akute Infektionen der Schleimhäute von Nase oder Hals, die zu Husten und Schnupfen führen. Teilweise kommt es im Verlauf des grippalen Infektes zu einer Nasennebenhöhlenentzündung, die der HNO-Arzt mit Medikamenten zur Schleimlösung und – beim Vorliegen einer bakteriellen Infektion – mit der Gabe von Antibiotika behandeln wird.

Bei Schluckbeschwerden und starken Halsschmerzen klärt der HNO-Arzt ab, ob eine akute Mandelentzündung vorliegt. Diese wird häufig durch Bakterien ausgelöst und durch Verabreichung von Antibiotika sowie entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten behandelt. Bei Heiserkeit und Hustenreiz kann der HNO-Arzt durch eine Kehlkopfspiegelung eine Kehlkopfentzündung diagnostizieren. Der Arzt wird dem Patienten hier die Schonung der Stimme sowie gegebenenfalls Inhalationsanwendungen verordnen.

Zudem wird der HNO-Arzt bei einem Hörsturz, einem meist einseitig auftretenden Hörverlust, aufgesucht. Bei der folgenden Erkrankung werden viele Patienten nicht zwangsläufig an den Gang zum HNO-Arzt denken: Die Menière-Krankheit ist eine Erkrankung des Innenohres und zeichnet sich durch Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverschlechterung und heftigen Drehschwindel aus. Insbesondere der Drehschwindel, der häufig zusammen mit Übelkeit und Erbrechen auftritt, wird den Patienten zunächst zu seinem Hausarzt führen, der die Bestätigung oder den Ausschluss der Menière-Krankheit durch den HNO-Arzt anordnen wird.