26.05.2010   Kategorie: Fachärzte  

Hämatologe

Der Hämatologe ist der Spezialist für Erkrankungen der blutbildenden Organe und des Blutes selbst. Meistens handelt es sich um Krebserkrankungen des Blutes und der Lymphknoten oder Störungen der Blutgerinnung. Dazu kommt noch die Behandlung von Blutern und Patienten mit einer Blutarmut, medizinisch auch Anämie genannt.

Hämatologen sind Mediziner die nach dem Studium der Medizin noch eine Zusatzausbildung auf dem Gebiet der Hämatologie absolviert haben. Da viele der Bluterkrankungen bösartig sind, haben diese Fachärzte in der Regel auch noch eine Ausbildung als Onkologen.

Die meisten Erkrankungen sind im Blut zu erkennen, so dass die Blutuntersuchung die Basis der Diagnostik darstellt. Der Hämatologe kann in den meisten Fällen bereits nach dieser Untersuchung eine Diagnose stellen, oder zumindest einen wichtigen Anhaltspunkt erhalten. Neben dem kleinen oder großen Blutbild kann auch eine ganze Reihe von speziellen Werten auf diese Weise ermittelt werden.

Für die gängigen Blutuntersuchungen steht ein eigenes Labor zur Verfügung, nur bei Spezialuntersuchungen wird das Blut an ein großes Labor geschickt. Wenn zum Beispiel eine Störung der Blutgerinnung vorliegt, dann kommt auch der Prophylaxe eine große Bedeutung zu, da in diesem Fall das Thromboserisiko stark erhöht ist. Ein Teil des Blutes wird im Knochenmark gebildet, so dass es auch hier zu Störungen kommen kann. In diesem Fall kann der Hämatologe auch eine Untersuchung des Knochenmarkes vornehmen.

Bei Patienten mit einer Leukämie kann der Facharzt die Chemotherapie auch ambulant durchführen, so dass sie nicht extra ins Krankenhaus fahren müssen. Andere Erkrankungen des Blutes, wie zum Beispiel eine Anämie oder eine Blutgerinnungsstörung können heutzutage sehr gut medikamentös behandelt werden.