18.06.2010   Kategorie: Fachärzte  

Gefäßchirurg

Der Gefäßchirurg ist ein Facharzt, der sich mit Beschwerden und Erkrankungen der Blutgefäße befasst. Er führt angiologische Untersuchungen der Venen mit Hilfe der Oszillographie, des CW-Dopplers, der Duplex-Sonographie, der peripheren Druckmessung und der Photoplethysmographie durch.

Zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Praxis eines Gefäßchirurgen gehören Krampfadern, die durch undichte Venenklappen entstehen. Diese Venenklappen verhindern normalerweise, dass das Blut zurück in die Beine sackt, doch wenn dies nicht mehr gewährleistet ist, dann bilden ich die so genannten Varizen. Wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird, dann können sich die Beschwerden dermaßen verschlimmern, dass es in der Folge sogar zu einem offenen Bein kommt. Mit Hilfe der Duplex-Sonographie kann der Gefäßchirurg die Durchgängigkeit der Venen eindeutig beurteilen und gegebenenfalls eine Behandlung einleiten.

Die Arteriosklerose ist die häufigste Todesursache, es handelt sich dabei um eine Erkrankung, bei der sich Kalk und Blutfette in den Arterien ablagern, häufig sind die Herzkranzgefäße betroffen, so dass es zu einem Herzinfarkt kommen kann. Die Behandlung einer solchen Verschlusskrankheit der Arterien gehört in die Hände eines erfahrenen Gefäßchirurgen.

Ebenfalls zu den Erkrankungen der Gefäße gehören Aneurysmen, einer krankhaften Ausweitung einer Schlagader. Häufig betroffen ist die Bauchschlagader, die in der Folge platzen und zu einer inneren Blutung führen kann. Zum Behandlungsspektrum des Gefäßchirurgen gehört auch das Veröden von Besenreisern. Allerdings handelt es sich dabei um ein kosmetisches Problem, denn Besenreiser stellen keine Gefahr für die Gesundheit dar.

Foto: Brand X Pictures - Thinkstock