26.05.2010   Kategorie: Fachärzte  

Gastroenterologe

Die Gastroenterologie bildet einen Teil der Inneren Medizin und beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen. Gastroenterologe kann man werden, wenn man nach dem Studium der Medizin noch eine Ausbildung auf dem Gebiet der Gastroenterologie anschließt. Das Tätigkeitsgebiet dieses Facharztes beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Magen-Darm-Bereich, sondern es gehört auch die Beurteilung und Behandlung von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse dazu.

Um Erkrankungen im Bereich des Darmes und des Magens aufzuspüren, ist in den meisten Fällen eine Magen- oder Darmspiegelung angezeigt. Der Gastroenterologe kann diese Untersuchungen ambulant durchführen, der Patient bekommt auf Wunsch ein Medikament zur Beruhigung. Das Endoskop wird in den Körper eingeführt und ist am Ende mit einer winzigen Kamera ausgestattet. Somit kann der Arzt den Zustand der Organe am Monitor beurteilen, um eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Bei diesem Eingriff kann auch gleichzeitig ein kleiner operativer Eingriff erfolgen, indem das Endoskop mit einer kleinen Zange versehen wird. Während der Endoskopie wird meistens auch etwas Gewebe abgetragen, um es mikroskopisch untersuchen zu können. Die Endoskopie wird ständig weiterentwickelt, so dass in Zukunft auch Eingriffe an der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse möglich sein sollen.

Zur Diagnostik stehen dem Mediziner außerdem noch ein Ultraschallgerät und ein Röntgenapparat zur Verfügung. Darüberhinaus kann der Gastroenterologe auch verschiedene Funktionsprüfungen durchführen. In der Praxis werden vor allem Hepatitis, Morbus Crohn, Ulkuserkrankungen, die Zöliakie und Leberzirrhosen behandelt. Auch die Onkologie nimmt eine wichtige Rolle ein, denn auch Tumorpatienten werden von diesem Facharzt therapiert. Darüberhinaus gibt es in diesem Bereich noch einige Funktionsstörungen wie das Reizdarmsyndrom oder diverse Verdauungsstörungen.

Wenn die Diagnose eindeutig gestellt wurde, wird der Gastroenterologe die entsprechende Therapie einleiten, um die Beschwerden des Patienten zu lindern. Bei bestimmten Erkrankungen kommt auch der Prophylaxe von weiteren gesundheitlichen Problemen eine wichtige Rolle zu.