26.05.2010   Kategorie: Fachärzte  

Frauenarzt

Frauenarzt ist der Facharzt für Frauenheilkunde (Gynäkologie)

Im Gegensatz zur Geburtshilfe befasst sich die Gynäkologie mit den Erkrankungen der nicht schwangeren Frauen. Die Gynäkologie umfasst alle Behandlungen der weiblichen Fortpflanzungs- und Sexualorgane. Zu den wichtigsten Untersuchungen in der Gynäkologie zählen, der innere und äußere Genitalbereich in der visuellen Beurteilung. Die innere Beurteilung wird mithilfe der Spekula durchgeführt, das Abtasten von außen, der inneren Geschlechtsorgane und der Ultraschall zur Beurteilung des Zustandes der Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter, Harnblase  und Nieren.

Einmal jährlich mindestens, sollte eine gynäkologische Routineuntersuchung stattfinden, bei dieser Untersuchung nimmt der Gynäkologe je einen Abstrich am Muttermund und am Gebärmutterhals. Sind die Abstriche auffällig, sollten weitere Untersuchungen zur Kontrolle stattfinden. Auch das Abtasten der Brust und Achselhöhlen gehört zur gynäkologischen Routineuntersuchung, um Veränderungen in diesen Bereichen feststellen und behandeln zu können. Zum weiteren Tätigkeitsfeld der Gynäkologie gehört die Fortpflanzung und Familienplanung. Hier werden Themen und Untersuchungen behandelt, die sich mit der Fortpflanzung befassen. Zu diesem Aufgabenbereich gehört, die Unfruchtbarkeit der Frau, natürliche und künstliche Befruchtung sowie die Sterilisation der Frau. Typische Frauenkrankheiten, die in der Gynäkologie behandelt werden sind, Menstruationsbeschwerden wie, Schmerzen während oder vor der Monatsblutung, Scheidenpilzinfektionen oder extreme Krankheiten wie Gebärmutterkrebs. Auch Erkrankungen der Eierstöcke, Eileiter und Scheidenentzündungen sind Erkrankungen, die in der Gynäkologie behandelt werden. Brustkrebs gehört häufigsten Erkrankungen einer Frau. Aus diesem Grund sind regelmäßige Untersuchungen durch Abtasten der Brust oder auch der Mammografie, sehr wichtig. Wenn der Brustkrebs früh erkannt wird, reicht oftmals eine Brustoperation, wobei die Brust erhalten bleibt und der Tumor gezielt entfernt werden kann. Gebärmutterhalskrebs, entsteht oft durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, die Infektion mit den high-risk humanen Papillomaviren ist hier sehr hoch. Mittlerweile gibt es eine wirksame Impfung gegen diese Infektionsgefahr, die HPV-Impfung, sie ist jungen Mädchen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, aber auch sexuell aktiven Frauen zu empfehlen. Der Gebärmutterhalskrebs kann in einem frühen Stadium mit einer sogenannten Konisation behandelt werden. Die Gebärmutter bleibt verschont und auch Schwangerschaften sind ohne Probleme möglich.