16.05.2011   Kategorie: Fachärzte  

Endokrinologe

Die Endokrinologie befasst sich mit den Hormonen im menschlichen Körper, denn sie dienen als Botenstoffe zwischen den unterschiedlichsten Organen. Dabei geht es nicht nur um die Sexualhormone, an die man zwangsläufig als erstes denkt, sondern um eine ganze Reihe anderer Stoffe. Nur wenn Hormone die Steuerungsfunktionen aufrecht erhalten, kann unser Organismus optimal funktionieren.

Der Endokrinologe hat nun die Aufgabe Probleme bei der Produktion von Hormonen und mit dem Stoffwechsel zu erkennen und dementsprechend zu behandeln. Hormone kann man nicht sehen, deshalb bleibt in der Endokrinologie die Blutentnahme die einzige Möglichkeit zur Diagnose. Dabei kann es sich auch um spezielle Hormontests handeln, für welche der Patient unter Umständen mehrere Stunden einplanen muss.

Zu den Erkrankungen, welche ein Endokrinologe diagnostiziert und behandelt gehören unter anderem Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, das Cushing-Syndrom, Störungen bei der Produktion der Sexualhormone, Unterzuckerung, Wachstumsstörungen, Vermännlichung bei der Frau, Morbus Addison und Erkrankungen der Nebenschilddrüse. Auch die Osteoporose gehört zu den Krankheitsbildern, die in die Hände eines erfahrenen Endokrinologen gehören, deshalb gibt es in vielen Praxen auch ein spezielles Gerät zur Messung der Knochendichte.

Im Prinzip kann jedes einzelne Organ im menschlichen Körper von einer Hormonstörung betroffen sein. Vor allem das Gehirn spielt bei dieser Art des Stoffwechsels eine enorm wichtige Rolle, da das Gehirn sowohl mehrere Hormone selbst produziert, aber zum anderen auch Botenstoffe von anderen Organen empfängt.

Auch Tumorerkrankungen sind in der Praxis des Endokrinologen nicht selten anzutreffen, denn sie produzieren teilweise selbst Hormone, aber auch ihr Wachstum kann von Hormonen beeinflusst werden. Endokrine Störungen sind in der Praxis gar nicht so selten und müssen deshalb in Zukunft noch weiter erforscht werden.