08.07.2013   Kategorie: Ärzte News  

Aktueller Stand zur Knie-OP bei Arthrose

Bei Arthrose handelt es sich um einen Gelenkverschleiß, der das altersübliche Maß übersteigt bzw. dem Alter der jeweiligen Person nicht entspricht. Die Ursachen für so eine Arthrose sind vielseitig. Es gibt mehrere Gründe, die zu diesem Gelenkverschleiß führen können. Da wäre zum einen eine zu hohe Belastung für das Knie. Diese überhöhte Belastung könnte durch zu hohes Körpergewicht ausgelöst werden. Des weiteren können gewisse Fehlstellungen der Gelenke auch angeboren oder traumatisch bedingt sein. Deformierungen der Knochen durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose gehören ebenfalls zu den möglichen Ursachen.

Allerdings kann eine Arthrose auch in Folge einer anderen Erkrankung, wie einer Gelenkentzündung, entstehen. Fakt ist, dass alle möglichen Gelenke von Arthrose betroffen werden und sich verändern können. In Deutschland werden zumeist die Kniegelenke “angegriffen” bzw. erkranken.

Was für Behandlungsmethoden gibt es?

knie-op-arthroskopie

Im Regelfall werden bei der Therapie von Arthrose zwei Ziele verfolgt, das ist zum einen Schmerzfreiheit und zum anderen soll es keine Verhinderung mechanischer Eigenschaften oder Veränderung des Gelenkes geben.  Allerdings versucht man in der heutigen Zeit Arthrose schon im Anfangsstadium vorzubeugen. Bewegung ohne Überlastung, die Verhinderung von Übergewicht und der Schutz vor Gelenkverletzungen tragen zu dieser Vorbeugung bei. Allerdings ist es auch so, dass die einzelnen Therapieverfahren, die angewandt werden können, auch vom betroffenen Gelenk abhängen. Es gibt auch genügend Fälle, bei denen man um eine Operation nicht herumkommt. Deshalb wird bei einer Kniegelenksarthrose auch eine Arthroskopie eventuell auch eine Arthrotomie als gelenkerhaltende Knie-OP durchgeführt. Dadurch kommt es zu einer Gelenkspülung, zur Beseitigung mechanischer Irritationen, zu einem Weichteileingriff zur Verbesserung der Patellaführung und zu einer Synovektomie. Bei dieser handelt es sich um eine arthroskopische Abtragung der erkrankten Gelenkinnenhaut.

Es gibt natürlich auch Fälle, in denen ein Gelenkersatz eingesetzt wird. Als solch ein Gelenkersatz kommen eine Schlittenprothese, eine gekoppelte oder ungekoppelte bikompartimentelle Prothese in Frage. Eine weitere Möglichkeit ist auch die Knorpeltransplantation. Bei diesem Verfahren werden gut erhaltene Anteile des Gelenkknorpels, die zumeist aus wenig belasteten Randbereichen eines Gelenks stammen verwendet, damit Knorpeldefekte in Hauptbelastungszonen ersetzt werden.  Im Regelfall wird diese Technik bei der konventionellen Arthromie angewendet.

Es bleibt aber zu sagen, dass ein künstlicher Gelenkersatz, also eine Endoprothese, zu den gängigsten operativen Therapien bei Arthrose zählt. Das ist mit Sicherheit auch eine langfristige Lösung. Die durchschnittliche Standzeit beträgt ca. 15 Jahre.

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